Als Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) vertritt Andreas Rade die Branche, die eben jene Elektroautos baut, die für das 15-Millionen-Ziel benötigt werden – und sie an den Mann oder die Frau bringen muss. Die Frage, ob das Ziel überhaupt noch erreichbar sei, beantwortet er mit einem klaren „Jein“. Am Angebot der Fahrzeuge soll es nicht scheitern, aber die Rahmenbedingungen müssten stimmen.

Rade beschreibt drei Säulen, die es braucht, um den Hochlauf der E-Mobilität in Deutschland voranzubringen: Der Standort Deutschland muss als Produktionsstandort attraktiv sein, der Strompreis muss dafür sinken und beim Ausbau der Ladeinfrastruktur muss weiterhin Tempo gemacht werden. Er betont aber auch, dass aus seinem „Jein“ ein „Nein“ werden wird, „wenn wir dann nicht schnell handeln“.

Zumindest bei der Ladeinfrastruktur sind sich Rade und Stefan Heimlich, Vorsitzender des Auto Club Europa (ACE) einig. Laut Heimlich sollten insbesondere Lademöglichkeiten für Mitarbeitende in Betrieben und auf den Parkplätzen des Einzelhandels gefördert werden. Sollte dann auch noch die Blockiergebühr beim Laden über nacht entfallen, würden sich für E-Mobilisten in der Stadt ganz neue Möglichkeiten auftun.

Und was sagt electrive-Chefredakteur Peter Schwierz? Der erklärt in seinem Kommentar, warum er glaubt, dass der Hochlauf der Elektromobilität auch ohne Umweltbonus in diesem Jahr nicht einbrechen wird. Schließlich gilt es ja immer noch, CO2-Grenzwerte auf EU-Ebene einzuhalten. „Letztlich aber ist 2024 ohnehin ein Übergangsjahr“, so Schwierz. „Erst im Jahr darauf werden die CO2-Flottengrenzwerte weiter verschärft. Und dann sind Misch-Hersteller gezwungen, noch mehr Elektroautos zu verkaufen, um ihre Ziele zu erfüllen. Das wird nur über den Preis gehen!“ Aber ob das für die 15 Millionen Stromer bis 2030 reicht? Schwierz ist da eher pessimistisch.

Die kommenden Monate werden zeigen, wer die Zeichen beim Blick in die Glaskugel richtig gedeutet hat. Im Rahmen der Diskussion rund um bezahlbare Elektroautos und günstigen Fahrstrom drängt sich übrigens noch eine weitere Frage auf: Woher kommen die E-Autos, die künftig auf unseren Straßen unterwegs sein werden? Aus Deutschland? Oder vielleicht doch eher aus China?

Wir wünschen viel Spaß mit der dritten Episode von „eMobility Insights“, dem Podcast von electrive, der Ihnen die Hintergründe der Elektromobilität ins Ohr bringt. Präsentiert wird Ihnen diese Ausgabe von Mennekes!

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